Maßgeschneiderte
Lösungen für Starkholz
Rundholzplatz für höchste Qualitätsansprüche
Am Standort Regen sollte der bestehende Rundholzplatz durch eine leistungsfähige, zukunftssichere Lösung ersetzt werden. Dabei standen zwei zentrale Anforderungen im Fokus: die Verarbeitung von Starkholz mit extremen Durchmessern sowie die besonders schonende Behandlung des hochwertigen Rohmaterials.
Nahezu 100 % des eingesetzten Holzes erfordern eine Reduzierung – bei gleichzeitig höchsten Ansprüchen an Oberflächenqualität und Materialerhalt. Jeder Prozessschritt, von der Beschickung über die Vereinzelung bis zur Entrindung, musste so ausgelegt werden, dass Beschädigungen minimiert und Werteinbußen vermieden werden.
Gleichzeitig war eine hohe Prozessautomatisierung gefragt, um Effizienz, Transparenz und Bedienerfreundlichkeit zu vereinen. Ziel war eine Lösung, die Qualität, Wirtschaftlichkeit und moderne Anlagenlogistik in Einklang bringt – umgesetzt mit minimalen Einschränkungen für den laufenden Betrieb.
Gemeinsam mit Schiller-Holz entwickelte HOLTEC ein maßgeschneidertes Anlagenkonzept, das Präzision, Materialschonung und Effizienz vereint. Projektleiter Daniel Engel koordinierte alle Phasen von der Konstruktion bis zur Inbetriebnahme und stellte eine konsequent detailorientierte Umsetzung sicher.
Die Stämme werden auf einem massiven Annahmedeck entladen und über einen Stufenschieber schonend vereinzelt. Ein integrierter Erdstammreduzierer im Kegelrollengang sorgt für präzise Reduzierung bei optimaler Sicht für den Bediener. Ein Metallsuchgerät erkennt Einschlüsse zuverlässig und schleust betroffene Stämme gezielt aus, bevor sie über einen Messblockzug weitergeführt werden.
Herzstück der Anlage sind sechs neu entwickelte Pufferdecks, die Zwischenlagern, Vorsortieren und Sägebeschickung in einem System vereinen. Der Auswerfer fungiert gleichzeitig als Zuteiler – eine platzsparende, wirtschaftliche Lösung mit hoher Gesamtleistung. Der komplette Rundholzplatz kann dadurch von nur einem Bediener gesteuert werden.
Die Umsetzung erfolgte in zwei Baustufen mit minimaler Produktionsunterbrechung. Nach Inbetriebnahme des neuen Beschickungsbereichs wurde während des Betriebsurlaubs die Anbindung an den Sägewerkseinlauf hergestellt und die Gesamtanlage final gestartet.
Das Ergebnis ist eine optimierte Rundholzlogistik mit größeren Pufferkapazitäten, ruhigerem Materialfluss und reduziertem Einsatz von Flurförderfahrzeugen – bei spürbar gesteigerter Effizienz und maximaler Materialschonung.
V.l.n.r: Johannes Angerer (Projektleitung Holz Schiller),
Daniel Engel (Vertrieb Holtec) und Heinrich Schiller jun.
(Geschäftsleitung Holz Schiller)