Ein Projekt
der Superlative

Komplexe Rundholzanlage für Groupe François in Virton

Engineering auf höchstem Niveau

Die Groupe François (GF) mit Sitz in Virton, Belgien, zählt zu den führenden Unternehmen der europäischen Verpackungs- und Palettenindustrie. Neben Paletten und Verpackungen gehören Pellets und Energiegewinnung aus Holz zum Geschäftsmodell – mit dem klaren Anspruch, sämtliche Reststoffe vollständig zu verwerten. Mit HOLTEC verbindet GF eine langjährige Partnerschaft. Das nun realisierte Projekt in Virton stellt einen neuen Höhepunkt dieser Zusammenarbeit dar und zählt zu den größten und komplexesten Anlagen der HOLTEC-Geschichte.


Aufgabe

GF verfolgte das Ziel, die Rohstoffbasis des Standorts Virton deutlich zu erweitern. Künftig sollten nicht mehr ausschließlich Schwachhölzer, sondern auch stärkere Durchmesser effizient verarbeitet werden. Damit verbunden waren höhere Flexibilität in der Beschaffung, ein größerer Zugriff auf Rundholzpotenziale und mehr Versorgungssicherheit.

Die besondere Herausforderung lag in den räumlichen Gegebenheiten: Der bestehende Standort ist zwischen Straße und Bahnlinie stark eingegrenzt, sodass für den Ausbau kein Platz vorhanden war. Der neue Rundholzplatz musste daher auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie errichtet werden. Gleichzeitig war eine leistungsfähige, hochautomatisierte Lösung gefordert, die zwei Sägelinien zuverlässig versorgt, Personal reduziert und einen durchgängigen digitalen Datenfluss sicherstellt.


Lösung

HOLTEC entwickelte gemeinsam mit GF ein außergewöhnliches Gesamtkonzept. Herzstück ist ein neuer Rundholzplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie, verbunden mit dem Sägewerk über eine 12 Meter hohe Brückenkonstruktion. Über diese werden die Stämme automatisiert und ohne zusätzlichen LKW-Verkehr direkt ins Werk transportiert – effizient und nachhaltig.

Im Zentrum der Anlage steht ein HOLTEC VPK-Portalkran, der das komplette Rundholzhandling übernimmt. Von der LKW-Anlieferung über Eingangsmessung, Vereinzelung mittels Chainless-Technologie, Reduzier-Bypass und Metallsuchsystem bis hin zur Sortierung in speziell ausgelegte Stahlboxen liegt der gesamte Materialfluss in einer integrierten Systemlösung.

Zwei getrennte Sägelinien – eine HewSaw-Hochleistungslinie sowie eine EWD-Linie – werden präzise und bedarfsgerecht beschickt, teils über eine 150 Meter lange Förderstrecke auf 12 Metern Höhe. Parallel dazu wurde ein vollständig digitalisierter Datenfluss realisiert: Vom Rundholzeingang bis zur Verarbeitung werden sämtliche relevanten Parameter automatisiert erfasst und in Echtzeit verarbeitet. Gemeinsam mit JÖRG-ELEKTRONIK entstand so ein durchgängiger Workflow als Baustein des „Sawmill of the Future“.

Trotz beengter Platzverhältnisse, komplexer Integration in bestehende Strukturen und eines ambitionierten Zeitplans von nur zwölf Monaten wurde das Projekt termingerecht umgesetzt. Der neue Rundholzplatz wird heute von lediglich zwei Bedienern gesteuert und verbindet maximale Ressourcennutzung mit hoher Prozessstabilität und CO₂-orientierter Produktionsphilosophie.

Das Fazit des Kunden unterstreicht den Anspruch des Projekts: Man habe sich bewusst für HOLTEC entschieden – nicht als günstigsten, sondern als besten Partner.


Wir haben uns bewusst nicht für die günstigste Lösung entschieden, sondern für Beste.

Florent Vanlaetem


 

 

 

 

 

 

 

 

Glückliche Gesichter nach Abschluss eines erfolgreichen Projekts 
v.l.n.r.: Alexander Gebele, Nicolas Scholzen, 
Jan Zimmer, Nicolas Quoirin, Hugo Dewamme, Florent Vanlaetem, Marco Heyen, Erwin Franzen, Michel Hartman