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16.11.15 - Hochleistung in Rumänien

Holzindustrie Schweighofer nimmt neues Sägewerk in Reci in Betrieb

Die Holzindustrie Schweighofer ist Teil der Schweighofer Gruppe und hat ihre Wurzeln in einem österreichischen Familienunternehmen mit mehr als 400 Jahren Tradition im Holzgeschäft. Heute ist die Gruppe vor allem in der Holzindustrie tätig, aber auch in der Zellstoffproduktion, Forstwirtschaft, Bioenergiegewinnung und im Immobilienbereich. Seit 2002 ist Schweighofer in Rumänien aktiv. 2003 wurde dort das erste Sägewerk eröffnet. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 3.000 Mitarbeiter an fünf verschiedenen Produktionsstandorten in Rumänien, ist einer der Marktführer in der europäischen holzverarbeitenden Industrie und exportiert seine Produkte in über 70 Länder.

Das neueste Werk der Holzindustrie Schweighofer wurde im rumänischen Reci bei Kronstadt in Betrieb genommen. Im neuen Sägewerk mit angegliedertem Hobel- und Pelletswerk wurden 150 Mio. Euro investiert. Bis zu 650 Menschen finden im Vollbetrieb hier Arbeit. Für die lokale Holzwirtschaft als auch für die lokale Bevölkerung stellt dies somit ein bedeutendes Projekt dar. Das überwiegend aus Rumäniens Wälder und den angrenzenden Nachbarstaaten angelieferte Rundholz wird auf einer Gesamtfläche von 68 ha verarbeitet – die jährliche Einschnittkapazität beträgt 800.000 m³. Das angegliederte Pelletwerk ist auf eine Leistung von jährlich rund 186.000 t ausgelegt. Mit den neuen Anlagen in Reci steigt die Einschnittskapazität von Schweighofer in Rumänien auf zukünftig etwa 4,9 Mio fm/Jahr; nach Unternehmensangaben beträgt die Hobelkapazität dann rund 2,05 Mio m³ und die Pelletkapazität rund 557.000 t/Jahr.

Für den Bereich Rundholzplatz fiel die Entscheidung erstmals auf HOLTEC. Bei der Wahl der Ausrüstung lag das Hauptaugenmerk neben der Leistungsfähigkeit des Gesamtkonzept u. a. auf den Prozess- und Instandhaltungskosten bezogen auf die Gesamtanlagenlebenszeit. Bei den beiden Kurzholzaufgaben kam auch hier das bewährte kettenlose Vereinzelungs- und Aufrichtsystem chainlessTMzum Einsatz. Die Reduzierung von Stockansätzen erfolgt direkt in der Beschickung mittels zweier Hochleistungsreduzierer Type STAR. Beschleunigt werden die Abschnitte hinter der Querübergabe durch ein V-Rollengang-System mit integrierten Zutaktern. Die Lücke zwischen den Abschnitten wird mit dem Softwaretool gapcontrol geregelt. So wird sichergestellt, dass die Entrindungsmaschine mit der optimalen Mindestlücke beschickt wird. Um den betriebsinternen Anforderungen gerecht zu werden, wird das Rundholz vor und hinter der Entrindung optisch vermessen. In einer geplanten nächsten Ausbaustufe kann die Anlage mit einer Röntgenmessung nachgerüstet werden. Die Entrindung Type A8 mit Doppelrotor stammt aus dem Hause NICHOLSON. Nach der Entrindung werden die Abschnitte auf Metalleinschlüsse überprüft und in eine der 103 Betonboxen absortiert. Eine Sortiergeschwindigkeit von bis zu 180 m/min ist möglich.