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10.02.10 - Hackerbeschickung für extreme Beanspruchung

Montageabschluss bei GIRIU BIZONAS, LT

Die Beschickung von Hackeranlagen stellt besondere Anforderungen an Auslegung und Dimensionierung der Förderanlagen. Der litauische Spanplatten- und Möbelhersteller UAB GIRIU BIZONAS, der seit 2008 der IKEA-Gruppe angehört, erteilte HOLTEC im Sommer 2009 den Auftrag, die bestehende Hackerline durch eine neue zu ersetzen. Der Hacker, der für eine Spitzenleistung von 51 t (atro)/h ausgelegt ist,  sowie der Hackeraustrag wurden durch BRUKS geliefert. Jährlich soll eine Rundholzmenge von über 550.000 fm in Rundholzlängen von 2,0 – 6,5 m verarbeitet werden.

Das bei GIRIU BIZONAS angelieferte Rundholzsortiment, das neben Fichte und Kiefer zu 60% aus Laubhölzern besteht, umfasst vielfach Überstärken mit bis zu 800 mm Durchmesser sowie Rundhölzer mit Astansätzen, Wurzelanläufen und starken Krümmungen. Um den daraus resultierenden hohen Belastungen Rechnung zu tragen, wurde an der Übergabezone nach zwei vorgeschalteten Aufgabedecks ein Kettenbettförderer als robuste und stabile Alternative zu einem Förderband installiert. Der Kettenbettförderer wurde so konzipiert, dass alternativ die „Problemhölzer“ direkt auf den Längsförderer aufgegeben werden können. Das verwendete neuartige Kettensystem arbeitet ohne Schmierung und ist speziell für diese Art von Anwendungsfälle in Nordamerika entwickelt worden. Um stärkere Schläge aus größeren Fallhöhen noch besser kompensieren zu können, wurde der Förderer mit einem speziell entwickelten Stahl-Beton-Verbundsystem versehen. Der Kettenbettförderer übergibt die Stämme im Längstransport über eine nachgeschaltete Reinigungsstrecke auf das Hackereinlaufband mit integrierter Metallsuchspule.

Die ersten Komponenten wurden bereits im November 2009 geliefert. Heute konnte die mechanische Montage der Hackerbeschickung abgeschlossen werden. Erstes Holz ist bereits für die kommende Woche geplant.